Cruisen auf der Great Ocean Road…

Bild: Frank Seidel an der Great Ocean Road, Australien - Reiseblog von Frank Seidel

Melbourne/Great Ocean Road, 20.08.2006 (Weltreise, Tag 36)

Heute ist Sonntag und es herrlich sonniges Wetter und so mache ich mich am Morgen auf zur berühmten Great Ocean Road, einer der schönsten Küstenstraßen der Welt. Hier will ich heute mal ein wenig herum cruisen und mir all die schönen Dinge anschauen, die es dort gibt…

Alles eine Sache der Planung…

Von Melbourne aus sind es etwa 70 Kilometer bis Geelong – dem Ausgangspunkt der 345 km langen Küstenstraße. Auf dem Weg dorthin fährt man am besten über die M1 – den Princess Highway. Von Geelong aus geht es über die B100 immer an der Küste entlang.

Die Great Ocean Road windet sich an endlosen Stränden und steilen Klippen entlang. Weiß schäumend brechen sich die Wellen des türkis schimmernden Ozeans an Sandbänken oder atemberaubenden Felsformationen..

Überall gibt es wunderschön gelegene Aussichtspunkte und man muss schon sehr aufpassen, dass man nicht permanent anhält und damit Gefahr läuft das Tagesziel nicht zu schaffen. Ich habe für die Road gerade mal diesen einen Tag eingeplant. Idealerweise sollte man sich für die gesamte Strecke 3-4 Tage Zeit nehmen, um sich auch das eine oder andere abseits der Straße anschauen zu können…

Ein erster Zwischenstopp…

Sollten Sie einmal die Great Ocean Road befahren, dann empfiehlt sich auf jeden Fall ein Stopp, wenn Sie die Stelle auf dem Foto Nr. 1 erreichen. Hier können Sie sich ein wenig die Füße vertreten und dabei beeindruckende Natur genießen…

Wenn Sie Ihr Auto parken und von hier aus knappe 10 Minuten von der Straße weg wandern, so gelangen Sie zu einem kleinen Wasserfall – ein idealer Platz für ein zweites Frühstück…

Ein Telegramm an die Welt…

Kurz hinter Apollo Bay (etwa 20 km) geht eine 13 km lange Straße nach links weg und führt zur Cape Otway Lightstation, einem alten Leuchtturm auf einem steilen Felsvorsprung 100 m über der See.

Die Cape Otway Lightstation ist besonders an Sonntagen ein beliebtes Ausflugsziel, ohne allerdings überlaufen zu wirken. Und nur an Sonntagen gibt es ein ganz besonderes Highlight – denn nur dann hat man die Möglichkeit, direkt in der alten Telegrafenstation ein Telegramm aufzugeben – und so Grüße in die ganze Welt zu senden…

Die uralte Telegrafen-Station, wurde im Jahre 1859 gegründet und das Telegrafieren war zu dieser Zeit die einzige Möglichkeit, um mit der Welt in Kontakt zu treten.

Wenn man dann alle telegrafischen Dinge erledigt hat, empfiehlt sich der kurze Fußweg zum Leuchtturm, den man besteigen kann. Von oben bietet sich eine sensationelle Sicht auf die Küste…

Erstaunliche Felsen…

Ich fahre weiter und nach rund 40 km komme ich zu den Twelve Apostlen – das sind bizarre Felsformationen an der Küste. Kurz hinter dem Gibson Step Lookout geht es rechts zum Parkplatz. Als Besucher geht man dann durch das sorgfältig der Landschaft angepasste Besucherzentrum und durch eine Unterführung zur Aussichtsplattform.

Von hier aus hat man einen spektakulären Blick auf die Türme, Brücken und Bögen der Twelve Apostles…

Und was es sonst noch gibt…

Den Rest des Tages lasse ich mich einfach treiben und halte hier und dort für das eine oder andere Foto. Das ist schon eine wirklich sehenswerte Straße, diese Great Ocean Road…

Sollte Sie unterwegs der Hunger packen, so machen Sie es doch wie ich. Fahren Sie von den Twelve Apostles aus noch ca. 12 km weiter und Sie kommen nach Port Campbell. Hier gibt es das Waves Café Bar Restaurant – dort habe ich heute mein Mittagessen und zahle dafür 30 australische Dollar (18 Euro)…

Eine unerwartete Überraschung

Hier noch ein kurzer Nachtrag zu meinem Ausflug auf die Great Ocean Road.

Ich hätte vermutlich doch besser darauf achten sollen, nicht einen Kilometer schneller zu fahren, als dies erlaubt war. Denn was mir in 12 Jahren in Österreich zuvor nicht gelungen war, gelang mir auf der Rückfahrt: einen Strafzettel zu bekommen!

Das Tempolimit betrug 100 km/h und ich fuhr – angeblich – doch tatsächlich 108 km/h (korrigiert 106 km/h). Und selbst für so eine geringe Überschreitung wird man in Australien zur Kasse gebeten, wie ich einige Wochen später merke.

Am 23. September ausgestellt, erreicht mich Anfang Oktober 2006 Post aus Australien: mit eben diesem Strafzettel. Ich soll 134 australische Dollar (80,22 Euro) bezahlen. Wie ich meine, eine gepfefferte Summe.

Da ich sicherlich irgendwann noch einmal nach Australien fahren werde, bleibt mir nichts anderes übrig, als zu zahlen – ansonsten würde man mir Schwierigkeiten bei einer zukünftigen Einreise machen…

Wen es Sie interessiert und Sie mal einen australischen Strafzettel sehen wollen: hier ist der Original-Strafzettel.

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